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Mit seinem futuristischen
Aussehen wäre der SR 1540 ein wunderbares Requisit für Mr.
Spocks wissenschaftliche Konsole gewesen.
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Die Anzeige ist ziemlich hell
und zeigt eine zehnstellige Mantisse und einen
zweistelligen Exponenten. Intern wird mit
einer zwölfstelligen Mantisse gerechnet.
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| Der
Punkt ganz rechts in der Anzeige deutet an, daß der
Rechner sich gerade in der RAD-Betriebsart befindet. Die Betreibsart
wird mit der Taste d/r umgeschaltet. Dabei wird auch der Inhalt der
Anzeige zwischen Grad und Radiant umgerechnet. Neben den üblichen Winkel-. Logarithmus- und Potenzfunktionen und ihren Umkehrungen besitzt der SR 1540 auch statistische Funktionen, Umrechnung polar <-> rechtwinklig, zwei (nichtsaldierende) Speicher und die Commodore-typischen Tasten zur Erhöhung und Erniedrigung des Exponenten. Er bietet einfache Klammern an, die man immerhin als Ersatz für die fehlende Punkt- vor Strichrechnung nutzen kann. Die Platine des SR 1540 wird im Bereich hinter der Anzeige, wo das Netzteil untergebracht ist, von einem Metallrahmen verstärkt, der seinen Teil zum Gewicht des Rechners beiträgt. Die Tastatureinheit ist über zwei Stecker mit der Hauptplatine verbunden und kann abgenommen werden. Die Tasten, von genau der gleichen Art wie die in den ersten Ausgaben des Pet 2001, wären eines Taschenrechners würdig, sind für einen Tischrechner aber nicht so überzeugend. Der Kontrast zwischen blauem oder grauem Tastenhintergrund und grauer Beschriftung ist völlig unzureichend. Beim Tippen ist auch wegen der geringen Größe der Tasten einige Sorgfalt nötig. Auch die Digitronanzeige
wird von einem Metallrahmen geschützt. Sie hat 14
Ziffernstellen und links davon eine Stelle mit einem Minuszeichen,
einem Fehlerzeichen und zwei Speicherbelegungsanzeigen. Der SR 1540
benutzt diese linke Stelle aber gar nicht. Für das Minuszeichen
nimmt er nämlich das Mittelsegment der ersten Ziffernstelle, im
Fehlerfall erscheint hier "E". Eine Belegung der Speicher zeigt er
überhaupt nicht an. Die
nächsten
zehn Ziffernstellen sind die Mantisse, dann kommt eine Ziffernstelle
mit dem Exponentenvorzeichen und schließlich die beiden
Exponentenstellen.
Die Logik des SR 1540 sitzt unter der Tastatur. Als Rechnerbaustein wurde teils ein Commodore GHU-02A (etwa in der Seriennummer 00433), teils ein GHU-03A (etwa in der Seriennummer 03186) eingesetzt. Beide sind auch in Commodore-Taschenrechnern zu finden. Der Calculator Forensics Test liefert 9.00035889514 für den GHU-02A und 9.00203263447 für den GHU-03A. Links davon ist ein weiterer Commodore-Schaltkreis, nämlich ein KGHU-01W. Er hat vielleicht etwas mit der Tastaturabfrage zu tun. Rechts sieht man vier Rohm BA615, die offensichtlich die Anzeige ansteuern. Es gibt auch Varianten des SR 1540 mit anderer Anzeige und anderen Treibern. |
| www.voidware.com |
Ein SR 1540
mit einer anderen Digitronanzeige und auch anderen Treiberbausteinen. |
| www.devidts.com |
Der SR 1540 von Serge Devidts. |
| www.arno-schmidt-stiftung.de |
Arno
Schmidt war offensichtlich vom SR 1540 begeistert, denn er besaß
zwei Exemplare davon und in Julia,
oder die
Gemälde wird einer zum Prüfen von Logarithmentafeln
benutzt ("Nino's Computerlein") und ist sogar abgebildet (vermutlich
ein Schnipsel aus dem Neckermann-Katalog). Schmidts SR 1540 können
in seinem Wohnhaus in Bargfeld besichtigt werden. |
| Rechenkasten Technisch-Wissenschaftliche | Markus Sigg, letzte Änderung: 23.9.2007, Historie |