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Der CD
502 hat mehr
Stellen, mehr Funktionen und zwei statt eines Speichers, kommt aber
trotz der größeren Anzahl an Tasten mit der gleichen
Tastaturgrundfläche aus wie der CD 402, indem er gegenüber
jenem weniger doppeltgroße Tasten hat. Der CD 502 ist im
Jahr 1975 und der CD 402 in den Jahren 1976 und 1977 vom IF Design
ausgezeichnet worden. Neben der äußerlichen Gestaltung mag
dabei auch die Tatsache eine Rolle gespielt haben, daß man diese
Rechner ohne Werkzeug vollständig zerlegen kann. Sie
enthalten nämlich nicht eine einzige Schraube, sondern werden
ausschließlich durch Schnappverschlüsse zusammengehalten. |
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An der
Rechnerunterseite findet man neben einem hinten sitzenden Typenschild
in der Mitte eine Metallplatte mit einer Modellnummer und der
Seriennummer. Für den CD 402 ist der weitere Modellname CD 12/1
und die Modellnummer 84.901-6001.9 angegeben, für den CD 502 der
Modellname CD 14/2 und die Modellnummer 84.902-6001.9. Die erste Zahl
des Modellnamens entspricht offensichtlich der Stellenzahl, die zweite
der Anzahl der Speicher.
Vom CD 402 gibt es eine frühe Variante mit kleinerer Anzeige und
zusätzlicher Angabe "Made in Germany" auf dem Typenschild. Diese
hat die
Modellnummer 84.220-0001.9.
Außerdem trägt sie im Gegensatz zur anderen unten
vorne und hinten auf dem Gehäuse die Angabe "Made in Western
Germany":
Ferner hat diese Variante eine kleinere Seriennummer, was
darauf hinweisen könnte, daß die Herstellung anfangs noch in
Deutschland war und später ins Ausland verlagert wurde.
Auch vom CD 502 gibt es eine frühe Variante. Sie hat die
Modellnummer 84.902-0001.9, und es sieht so aus, als sei hier eine
"Made
in Germany"-Aufschrift nachträglich vom Boden abgefräst
worden. War dies vielleicht nach Auslagerung der Fertigung notwendig?
Dieser Rechner ist laut Typenschild in Jugoslawien gebaut worden.
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Während
der CD 402 bei belegtem Speicher das Zeichen M links in der Anzeige
aufleuchten läßt, hat der CD 502 hier die beiden Zeichen I
und II für seine beiden Speicher. Für Division durch Null
oder Kapazitätsüberlauf hat der CD 402 das Symbol E, der CD
502 einen dicken Punkt. Beim CD 502 leuchten im Fehlerfall auch die
Speicherbelegungsanzeigen und das Minuszeichen auf. Bei einem
Kapazitätsüberlauf kann bei beiden Rechnern mit den Ziffern
des Ergebnisses weitergerechnet werden, wenn nur einmal C gedrückt
wird. Doppeltes Drücken bewirkt ein vollständiges
Zurücksetzen.
Beide Modelle werden wie Addiermaschinen bedient, d.h. addiert und
subtrahiert wird mit den Tasten + und -, und die Ergebnistaste = wird
nur
für Multiplikationen und Divisionen benutzt. Die Taste RC bewirkt
ein Vertauschen von Anzeige- und Rechenregister.
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Beide Rechner können mit
Fließkommazahlen arbeiten oder mit einer fest eingestellten Zahl
von Nachkommastellen. Die Kommaeinstellung AM steht für die
Addiermaschinen-Festkommatechnik mit zwei Nachkommastellen, d.h. der
Rechner nimmt an, daß die letzten beiden eingegebenen Ziffern
Nachkommastellen sind - es sei denn, daß die Kommataste
gedrückt wurde. Der CD 402 führt immer eine 5/4-Rundung
durch, während man beim CD 502 das Rundungsverhalten einstellen
kann. Die Einstellung "Pfeil nach unten" bewirkt ein Abschneiden, die
5/4-Einstellung
natürlich eine 5/4-Rundung und die Einstellung "Pfeil nach oben"
eine Aufrundung.
Der CD 402 hat einen, der CD 502 zwei saldierende Speicher (Addition
und Subtraktion) mit Speicher-Zwischensummen- und
Speicher-Endsummentasten. Darüber hinaus hat der CD 402 die Tasten
=+ und =-, mit denen Produkte und Quotienten zum Speicher addiert bzw.
von ihm subtrahiert werden können. Der Speicherautomatik-Schalter
des CD 502 hat drei Einstellungen. GT bewirkt eine automatische
Ergebnissummierung in Speicher I und FT eine automatische
Faktorsummierung in Speicher II. In der Einstellung GT werden auch die
Ergebnisse von Prozentrechnungen in Speicher I akkumuliert.
Schließlich hat der CD 502 noch einen Postenzähler, mit dem
man die Anzahl der aufgelaufenen Additionen und Subtraktionen abrufen
kann, und eine Quadratwurzeltaste.
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Der CD 402 und der CD 502 lassen sich in einer
Minute zerlegen. Man löst einfach die vier Schnappverschlüsse
an der Gehäuseunterseite und nimmt den Boden ab. Nachdem man die
Schiebeschalterkappen abgezogen hat, kann man auch die
Gehäuseoberseite
entfernen. Innen bestehen die Rechner jeweils aus der Tastatureinheit
und der Hauptplatine mit Netzteil, Logik und Anzeige. Die beiden
Verbindungskabel zum Netzschalter lassen sich von der Hauptplatine
abziehen, ebenso die zur Tastatur führenden Kabel.
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Auch die
Tastatur kann man ganz ohne Werkzeug auseinandernehmen. Die Tasten sind
vollständig aus Plastik und machen einen sehr zerbrechlichen
Eindruck. Aber das täuscht! Die Arme, mit denen die Tasten an
ihren Drehachsen befestigt sind, kommen einem bekannt vor. Ist es
Zufall, daß im Jahr 1974, als der CD 402 auf den Markt kam, auch
die erste Playmobil-Figur das Licht der Welt erblickte?
Und noch eine Besonderheit: Die Taste 5 trägt nicht, wie bei den
meisten Tastaturen, einen
erhöhten Punkt, sondern die ganze Ziffer 5 ist reliefartig
herausgehoben.
Im CD 402 rechnet ein Rockwell 15350 A4350PB 7636, im CD 502 ein
Rockwell
A4540CB 7636. Die Anzeige des CD 402 ist eine
Futaba 13-MT-24, die des CD 502 eine Futaba
15-MT-24. Beide sind auf der Platine eingelötet.
Man beachte, daß auch in diesen beiden Rechnern, die nicht die
Kennzeichnung
"Made in Western Germany" tragen, dennoch deutsche Transformatoren
stecken.
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| Die
Inneren des älteren CD 402 (das
Modell mit der "Made in Germany"-Aufschrift) sind deutlich verschieden
von
denen des
neueren Modells. Die Anzeige ist hier eine Futaba 13-MR-01 mit etwas
kleineren Ziffern und nicht gelötet, sondern gesteckt. Der
Rockwell 15350 A4350CB ist zwei Jahre älter,
nämlich 7422, und auch sonst
ist die Platine ganz anders aufgebaut und bestückt. |
| Auch
die Anzeigeeinheit im älteren CD 502 ist gesteckt statt
gelötet.
Hier ist es eine Futaba 15-MT-02. Der integrierte Schaltkreis ist ein
Rockwell A4540PB 7537, also ebenfalls älter als im anderen CD 502.
Die
Unterschiede in Aufbau und Bestückung der Platine sind hier noch
größer. |
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Zum Schluß
noch eine weitere, vermutlich noch ältere Variante des CD 502:
Auch dieser Rechner hat die Aufschrift "Made in Western Germany" auf
der Rückseite, aber kein
Typenschild, und auf der Metallplakette am Gehäuseboden steht
keine Modellnummer, sondern nur die Angabe "E7317". Was bedeutet das?
"E = Entwicklung"? "7317" = 17. Woche 1973? Ist das eine
Entwicklungsversion?
Die
Beschriftung des GT/FT-Schalters ist jedenfalls noch nicht ganz
ausgereift:
Die Anzeigeeinheit ist ebenfalls eine gesockelte Futaba 15-MT-02, aber
der integrierte Schaltkreis ein Rockwell A4540PA 7416, also
tatsächlich mehr als ein Jahr älter als der A4540PB 7537, und
sogar er hat einen Sockel! Die Platine ist wieder anders aufgebaut als
bei den beiden neueren Varianten. Man beachte die Feinsicherung, die
bei den anderen Varianten ganz fehlt!
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