Zwillingsrechner

Kommen Sie näher, treten Sie ein! Willkommen in der Zwillingsrechnerausstellung. Oder Rechnerzwillingeausstellung.

Worum geht es hier? Nun, oft findet man Rechner, die sich ähneln wie Zwillinge (oder Drillinge ...), sich aber doch in irgendwelchen Einzelheiten unterscheiden. So was erfreut das Auge, das Sammlerherz schlägt höher, Fragen drängen sich auf:
Genau das sind die Rätsel, mit denen wir uns im folgenden anhand einiger schöner Beispiele beschäftigen werden. Es geht hier allerdings nicht um rein äußerliche Unterschiede wie zum Beispiel bei den beiden nur farblich verschiedenen Ausprägungen des Triumph Adler 1217-II oder des Olympia CD 430. Das ist eher langweilig.

Adler 1217-II helle Farben Triumph 1217-II dunkle Farben Olympia CD 430 helle Farben
Olympia CD 430 dunkle Farben

Die Unterschiede zwischen den folgenden Ausstellungsstücken sind interessanter. Durch Anklicken der Bilder gelangt man auf die Seite, auf der die jeweiligen Geräte ausführlich verglichen werden:

Der Prinztronic C35 und der Prinztronic C40 von etwa 1972 mit achtstelliger Digitronanzeige, von Sharp für Dixons International gebaut.



Prinztronic C35 Prinztronic C40



Der PROC-CAL 408 und der PROCAL 408X von Brother, zwei zeitlich dicht aufeinanderfolgende Taschenrechner mit achtstelliger Digitronanzeige und dem gleichen Leistungsumfang.

Brother 408 Brother 408X
Der Privileg 1200 und der Privileg 1201M von 1973 mit Panaplexanzeige. Beide haben zwölf Stellen, der 1201M außerdem einen Speicher.



Privileg 1200 Privileg 1201M
Der CX 800 und der CX 1200M von Privileg, zwei Tischrechner von 1973/1974 mit ungewöhnlichem Äußeren und  Digitronanzeigen aus Einzelröhren. Der CX 800 hat acht Stellen, der CX 1200M zwölf Stellen und einen Speicher.

Privileg CX 800 Privileg CX 1200M
KE-1211 Der KE-1211 und der Superlectron 1200, zwei von außen völlig gleiche zwölfstellige Rechner mit Elfin-Röhren. Superlectron 1200
Der TR-851MR, der TR-85M, der TR-12M und der TR-81M von MBO, drei schnufflige kleine Tischrechner mit Digitronanzeige für Netz- und Batteriebetrieb. Der TR-12M hat zwölf Stellen, die anderen nur acht. Der TR-851MR und der TR-85M unterscheiden sich nur durch das Gehäuse. TR-12M und TR-81M wiederum haben das gleiche Gehäuse wieder der TR-85M, aber andere Funktionen.

MBO TR-851MR MBO TR-85M MBO TR-12M MBO TR-81M
Der BC-1204, der BC-1217, der BC-1217A, der BC-1217C, der BC-1260, der BC-1260A und der BC-1270 von Toshiba. Von außen sehr ähnlich, aber an der Elektronik sieht man deutlich die technischen Fortschritte.


BC-1204 BC-1217 BC-1217
BC-1217 BC-1260 BC-1260A BC-1270
Der 801, der 802, der 811M und der 812M von Privileg. Gleiches Gehäuse, gleiche Anzeige, nur die Tastaturen unterscheiden sich.

Privileg 801 Privileg 802 Privileg 811M Privileg 812M
Der CD 402 und der CD 502 von Olympia, zwei kaufmännische Tischrechner mit Digitronanzeige im preisgekrönten Pultgehäuse. Der CD 402 hat zwölf Stellen und einen, der CD 502 sogar 14 Stellen und zwei Speicher und dazu noch eine Wurzeltaste und einen Postenzähler.


Olympia CD 402 Olympia CD 502
Der Compet CS-2109 und der Compet CS-2109A von Sharp. Zwischen den beiden ist äußerlich, abgesehen von der Beschriftung des Netzschalters, nicht der geringste Unterschied zu erkennen. Sehr merkwürdig!

Sharp Compet CS-2109 Sharp Compet CS-2109A

Verweise:
www.vintage-technology.info
Emil Dudek hat eine Ausstellung von gleichartigen Taschenrechnern unterschiedlicher Hersteller.
www.vintage-technology.info
Hier sammelt Emil technische Daten über integrierte Rechnerschaltkreise.
www.cs.ubc.ca/~hilpert/eec
Auch die Early Electronic Calculator Technology Reference von Brent Hilpert enthält Daten über viele der in den oben vorgestellten Rechnern verbauten integrierten Schaltkreise.

Rechenkasten
Markus Sigg, letzte Änderung: 27.9.2007, Historie