Der in Japan gebaute LC110 von
Triumph-Adler aus dem Jahr 1979 oder 1980 ist einer der
ersten Tischrechner mit Flüssigkristallanzeige. Mit dieser
Anzeigeart wurde es
möglich, Tischrechner mit Batterien zu betreiben, die man nicht
ständig auswechseln muß. Für den LC110 wird mit zwei
AA-Zellen eine Laufzeit von etwa drei Jahren angegeben. Damit
könnte durchaus ein Dauerbetrieb gemeint sein: Laut Typenschild
benötigt der LC110 nur 0.3 mW, das macht in drei Jahren also 3 *
365 * 24 h * 0.3 mW = 7884 mWh. Wenn man eine AA-Zelle mit 3000 mAh
benutzt, kommt man für zwei Zellen auf eine Energie von 2 * 1.5 V
* 3000 mAh = 9000 mWh - das paßt also.
Der Rechner hat eine fast quadratische Grundfläche von etwa 17 cm
Breite und 18 cm Tiefe, ist bis zu 4.5 cm hoch
und wiegt ohne Batterien ziemlich genau 400 g. Mit dem L1019 gab es ein
Modell
mit größerer Anzeige und größerer Tastatur bei
sonst gleichen Leistungsmerkmalen.
In England wurde der Triumph-Adler LC110 unter der Bezeichnung
Imperial LC110 verkauft. Der einzige
Unterschied ist die andere Aufschrift rechts von der Anzeige. An der
Rechnerunterseite ist wie beim deutschen Modell die TA Vertriebs-GmbH
genannt.


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Der
LC110 sitzt in einem recht flachen Gehäuse. Die
Flüssigkristallanzeige hat den bei der damaligen Technik
üblichen gelben Hintergrund. Sie zeigt zehn
Ziffernstellen und links davon eine Symbolstelle.
Die Tastatur benutzt
natürlich die von Triumph-Adler wohlbekannten Tastenfarben, man
vergleiche nur mit dem 1210
und dem minicom 3.
Die Tastenbezeichnungen
sind nicht aufgemalt oder -gedruckt, sondern
sie heben sich als fühlbares Muster leicht von der Tastenoberseite
ab.
Die Tastenoberfläche hat eine rauhe, griffige Beschaffenheit, was
leider auch zu einer erhöhten Verschmutzungsanfälligkeit
führt. Es ist nicht klar, ob die Oberfläche von Anfang an
und aus Gründen der besseren Bedienbarkeit so war, oder ob dies
eine Alterungserscheinung, eine Art Verwitterung, ist. Teilweise haben
die Tasten auch Haarrisse. Es könnte sein, daß das Plastik
durch das Verdunsten irgendwelcher flüchtiger Stoffe spröde
und porös geworden ist.
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