| Der
BC-1213 ist ein weiteres Toshiba-Modell vom Anfang der 70er-Jahre,
deutlich kleiner als der BC-1624,
aber ähnlich aufgebaut und ebenfalls mit Nixieanzeige. Noch enger
verwandt ist er mit den zwölfstelligen Modellen BC-1202, BC-1211S
und
BC-1212. Hinsichtlich des Leistungsumfangs ist er hierunter das beste
Gerät. In Japan wurden diese Rechner unter der Bezeichnung
"Toscal" verkauft, der BC-1213 z.B. als Toscal 1213. Der Preis des
BC-1213 dürfte 1970 bei etwa 3000 DM gelegen haben. Wie einige andere Toshiba-Modelle hat auch der BC-1213 die von Brent Hilpert beschriebene Schwachstelle der falsch dimensionierten Kondensatoren in der Anzeigeelektronik, die über kurz oder lang zu einem Ausfall des Rechners führt. In der Tat ist auch der vorliegende Rechner nicht funktionsfähig, wobei allerdings nicht klar ist, ob dies am genannten Entwurfsfehler liegt, oder ob noch andere Störungen und Alterserscheinungen vorliegen. Dieses Exemplar war bei seinem Eintreffen auch ein rechter Schmutzfink, wie das nebenstehende Bild zeigt. Es hat anscheinend etliche Jahre ungeschützt in einem Keller oder Speicher verbracht. Wir spulen jetzt ein bißchen vor und betrachten den Zustand nach einer gründlichen Reinigung. |
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Wie der BC-1624 hat auch der
BC-1213 ein keilförmiges Gehäuse, wirkt
allerdings nicht ganz so elegant. Auch der BC-1213 ist ziemlich hoch,
weil das Gehäuse Platz für drei übereinanderliegende
Leiterplatten
bieten muß.![]() Alle genannten Modelle BC-12xy haben zwölf Stellen, eine Konstantenfunktion und zwischen 0, 2 und 4 einstellbare Nachkommastellen. Beim BC-1213 lassen sich über die drei Stellungen des Schalters "A" bemerkenswerterweise sowohl eine Akkumulationsfunktion (Abruf der Summe mit R) als auch das Rundungsverhalten steuern. Dem BC-1202 fehlt dieser Schalter ganz, beim BC-1211S und BC-1212 ist er ein einfacher Wippschalter und bedient nur die Akkumulation. Der BC-1211S fällt durch die Tatsache aus dem Rahmen, daß bei ihm zur Kostenersparnis die Divisionsfunktion weggelassen wurde. |
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Die unterschiedlichen
Eigenschaften der vier Modelle sind am einfachsten in einer Tabelle
darzustellen:
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| Die
Elektronik ist auf drei Platinen verteilt. Die obere enthält im
wesentlichen nur die Anzeigeröhren, die mittlere die Ansteuerung
der
Anzeige und die untere, mit der auch die Tastatur verbunden ist, die
eigentliche Intelligenz. Der Transformator ist links unter der Tastatur
angebracht und mit
dieser verbunden. Auch der BC-1213 hat wie die meisten anderen Rechner
aus jener Zeit Tasten mit
verläßlichen Magnetkontakten. Links der zwölf Nixie-Röhren NEC LD-955A sitzt noch eine Glimmlampe als Fehleranzeige. Die Anzeigeplatine beinhaltet außer einem Spannungsregler und ein paar Kondensatoren keine weitere Elektronik – anders als beim BC-1624, wo das, was beim BC-1213 auf der mittleren Platine sitzt, noch auf der Anzeigeplatine untergebracht ist. |
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Auf der
mittleren Platine sitzen auch die zwölf Kondensatoren,
die für die notorischen technischen Probleme dieser Rechner
verantwortlich sind. Außerdem sind hier
zwölf integrierte Schaltkreise und etliche Transistoren versammelt. Die untere Platine hat noch mehr Bauteile zu bieten: 25 integrierte Schaltkreise, einige Transistoren und unzählige Dioden und Widerstände. Ein tiefer Blick in den Diodenwald darf daher auch hier nicht fehlen: |
| www.cs.ubc.ca/~hilpert/eec |
Die Seite
von Brent Hilpert über den Kondensatorenfehler am Beispiel eines
BC-1212. |
| www.dentaku-museum.com |
Zeit- und Preisangaben sowie
Bilder zu den
BC-12xy- und vielen weiteren Toshiba-Modellen. |
| www.devidts.com/be-calc |
Der BC-1202 von Serge Devidts. |
| www.oldcalculatormuseum.com |
Der BC-1211S von Rick Bensene. |
| www.classiccmp.org/calcmuseum |
Hier gibt es Bilder vom BC-1212. |
| polygraph.jp |
Ein japanischer Toscal 1213. |
| Rechenkasten Verschiedene | Markus Sigg, letzte Änderung: 11.2.2007, Historie |